Ein Gedanken-Beitrag zum ewigen inneren Ort der Ganzheit.


Was ist das, was sich da entfernt, was sich im Meer der Fragen und Antworten, in den Aktionen und Reaktionen des Lebens entfernt? Man könnte meinen es sei das Bewusstsein, dessen wir uns mal mehr, mal weniger bewusst sind. Dem stimme ich zu, aber es ist nicht das Eine.

Egal ob wir bereits „angekommen“ sind oder nicht, sind wir in Wahrheit doch immer auf die eine oder andere Art Getriebene, wir sind Suchende – nach einer besseren Antwort, nach einer näheren Wahrheit. Wir stimulieren uns mit Büchern, Dokumentationen, Meditationen, Heilern und anderem „Input“. Und doch ist die Suche im Kern die Gleiche. Suchen wir nach uns? Nach Gott? Nach Heilung? Ein jeder ist auf seiner individuellen Suche. Versuchen alle etwas anderes zu finden?

Ich bin da anderer Meinung. Ich glaube, in Wahrheit suchen wir immer und immer wieder nach unserer Liebe zu uns selbst. Doch ist uns das nicht bewusst. Eher glauben wir, dass es Erleuchtung (was auch immer das ist) oder die eine Wahrheit oder die Heilung oder vollkommene Erfüllung ist. Viele spirituell Praktizierende würden mir jetzt vielleicht widersprechen, und das ist auch in Ordnung. Dennoch möchte ich euch fragen, sprechen wir über das gleiche Gefühl?

Es gibt das Wissen oder das Fühlen der Gewissheit, sich selbst zu lieben. Es ist ein sich wahrnehmendes Bewusstsein über einen – auf Erfahrung beruhenden – erlangten Zustand, zumeist hervorgerufen durch achtsame und hartnäckige Arbeit am Selbst. Manch anderer ist schlichtweg selbstverliebt, mit seinem Neocortex verwachsen und ergötzt sich auf einer eher egozentrischen Art und Weise auf seine persönlich empfundene Genialität. Viele spüren Selbstliebe, wenn sie emphatisch sind oder wertvolle Dinge für ihre Mitmenschen tun. Und dann gibt es noch das Wechselspiel all dieser gerade aufgezählten Möglichkeiten…

Ich meine eine andere Art von Selbstliebe. Diese ist so körperlich, so berührend, dass einem immer die Tränen kommen. Es ist dieses eine Gefühl, als ob die eigene Seele oder Gott einen berühren würde. Man empfindet SICH, was auch immer das ist. Man empfindet seinen Körper, und zwar als die Höhle, als das Wunder, das einen durch das gesamte Leben trägt und die vielen kleinen traurigen Anteile, die im Laufe des Lebens entstanden sind und fest miteinander verwoben immer wieder auf der Bildfläche auftauchen und „hier!“ schreien. Dich dazu bringen auf die Suche zu gehen – nach einem Eis, nach einem Partner, nach einer anderen Arbeit, weil du nicht mehr happy bist, nach der nächsten Party oder nach dem nächsten Gespräch. Diese Anteile sind gut beschrieben im Big Mind oder dem Voice Dialogue.

Dieser eine Augenblick, wenn du deine Stimmenanteile spürst; deinen Körper, dein Ich, deinen Verstand, – ach einfach alles in dir; voneinander getrennt und für sich allein existierend und gleichzeitig in dir und miteinander verwoben… kommt dann diese Berührung, die dich tief im Inneren erfasst mit der Gewissheit, dass egal wie allein und verlassen du bist, egal was du jemals getan oder nicht getan, erreich oder nicht erreicht, wie oft du dich selbst enttäuscht und getäuscht hast, wie viel du besitzt oder meinst zu wissen und am Ende erkennst doch nichts zu wissen…da, ganz am Ende all dieser Gefühle, ist da diese eine Berührung!

In ihr kommt alles zusammen und wird bedeutungslos. Es verschmilzt zu diesem einzigartigem Gefühl der Selbstliebe und der Gewissheit das alles gut ist, ganz egal wer oder was du bist oder glaubtest zu sein. In dieser Berührung liegt die gesamte Vergebung, die dir aus Überlieferungen nur Gott geben kann. Eigentlich ist es ein Gefühl, über welches Religiöse dir sagen würden das nur Gott es dir geben kann. Ja, sie würden wohl, wenn sie meine Worte lesen sagen: „Gott hat dich berührt.“

Nun ich weiß nicht, ob Gott das getan hat, denn ihn hab ihn weder gesehen noch gespürt. Nichts von Außen was zu mir kam. Ich hab mich in meiner Vollkommenheit und dem gut-sein-so-wie-ich-bin durch und durch gespürt. Ist das die Anbindung an die Quelle? Also doch Gott?

Was mir daran wichtig ist, das es nichts ist, das von außen kommt. Denn das kann man dir immer wegnehmen. Mit einem neuen Buch über Lebenswahrheiten oder einer neuen wissenschaftlichen Erkenntnis, einer Religion oder von wem was auch immer. Diese Selbstliebe ist eine Selbsterfahrung und sie ist unabhängig vom Außen, sie kann immer geschehen, besonders dann wenn du traurig oder besonders berührt oder besonders alleine bist.

Es ein so überwältigendes Gefühl und ich denke, dass wir in Wahrheit,  auf der Suche nach diesem Gefühl sind. In diesem Augenblick steht die Welt still und könnte untergehen und wir würden mit dem ganzheitlichsten Gefühl abdanken, welches wir uns rein und köstlich selbst gegeben haben. In diesem Gefühl liegt der ultimative Frieden. Eine Friedfertigkeit zu sich und allem was außerhalb von uns ist. Man hat einen Raum betreten in dem Wertung nicht existiert.

Einen Raum, der bleibt.

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